Bekleidung zum Wandern
Wer viel draußen ist, kennt das Problem: kommt die Sonne hinter den Wolken hervor, ist es drückend schwül und heiß, verschwindet sie dagegen wieder, fröstelt man plötzlich.
Beim Wandern wird dieser Outdoor-Effekt noch dadurch verstärkt, dass man durch das Steigen und Klettern schnell ins Schwitzen kommt. Bleibt man im Anschluss oben auf dem Gipfel stehen, um die Aussicht zu genießen, kühlt der Körper rapide ab und braucht unbedingt zusätzlichen Schutz, sonst droht eine ernste Verkühlung. Für Wanderfans hat sich daher das Zwiebel-Prinzip bewährt. Man trägt mehrere dünne Schichten statt einer dicken. So kann man bei großer Anstrengung die oberste Schicht abnehmen und während einer kleinen Verschnaufpause schnell wieder überziehen.
Es kommt jedoch nicht nur darauf an, was man trägt, sondern auch aus welchen Materialien die Kleidungsstücke hergestellt wurden. Baumwolle ist für Wanderfans beispielsweise gänzlich ungeeignet. Der Stoff saugt sich mit Feuchtigkeit von außen beziehungsweise mit dem Schweiß des Trägers voll und hängt dann nass und schlaff am Körper herunter. Das ist nicht nur unangenehm, sondern setzt den Wanderer auch schutzlos Wind und Wetter aus.
Besser sind moderne Kunsttextilien, die aus ganz speziellen Fasern gewebt wurden. Die Maschen dieser Materialien sind so eng, dass sie von außen kommende Wasserpartikel nicht durchlassen. Schweiß tritt jedoch in Form von Wasserdampf aus und diese Dampfpartikel sind wiederum so klein, dass sie die Maschen des Stoffs problemlos passieren können.
Der Körper bleibt also in jedem Fall warm und trocken.
Beginnen sollte man beim Bekleiden mit spezieller Funktionsunterwäsche. Diese ist nicht nur atmungsaktiv, sondern hat auch eine perfekte Passform, damit nichts zwickt und drückt. Über die Unterwäsche kommt eine Isolationsschicht aus Hose, Hemd und Pullover. Shorts haben beim Wandern nichts zu suchen, die Verletzungsgefahr durch Felsen und Geäst ist einfach zu groß.
Über diese Isolierschicht wird noch eine Weste oder Fleecejacke gezogen, um die empfindlichsten Stellen des Körpers noch einmal extra vor dem Auskühlen zu schützen.
Je nach Wetterlage rundet nun eine hochwertige Outdoorjacke das Wanderoutfit ab. Diese schützt nicht nur vor Regen und Schnee, sondern auch vor eisiger Zugluft. Ist es während der Tour warm und trocken, so kann die Jacke natürlich getrost im Rucksack bleiben.
