Winterwandern auf Europas südlichen Inseln ist ein Erlebnis

Wenn es in Deutschland stürmt und schneit, heißt es Reisekoffer packen. Die Inseln im Süden Europas laden zum Winterwandern ein. Auf den Balearen im Mittelmeer, den Kanarischen Inseln im Atlantischen Ozean oder den griechischen Inseln Kreta und Rhodos im Ägäischen Meer herrschen dann frühlingshafte bis sommerliche Temperaturen.

Dann sind auf den großen, landschaftlich vielgestaltigen und reizvollen Inseln sogar mehrtägige Wandertouren möglich, die die sommerliche Hitze zur Hauptreisezeit im Juli und August gar nicht zulassen würde.
Festes, bequemes und sicheres Schuhwerk ist ein Muss für all diese Touren auf Schusters Rappen. In Höhenlagen, wo es nicht nur nachts empfindlich kalt werden kann, empfiehlt sich ein zusätzlicher dicker Pullover. Regenjacken, die ihrem Namen auch wirklich Ehre machen und die Feuchtigkeit vom Körper abwehren, gehören ebenfalls dazu. Denn mit (kurzen) Regenschauern muss auf den Inseln des Südens in dieser Jahreszeit immer gerechnet werden. Ein Wanderstab in richtiger Größe und aus stabilem Holz ist hilfreich – auch um notfalls aggressiv streunende Hunde zu vertreiben.

In den Rucksack gehört ausreichend Proviant und Trinkwasser. Ein kleines Erste-Hilfe-Set sollte auch dabei sein. Wird in der Gruppe gewandert, reicht es, wenn ein Teilnehmer solch ein Set mit sich führt. Gutes Kartenmaterial und ein Kompass. dienen der Orientierung; hier können auch Taschenlampen hilfreich sein. Für den Notfall ist die Mitnahme eines Handys nützlich. Sonnenbrille und Sonnencreme sollten auch beim Winterwandern mit dabei sein.
Am wärmsten ist es im Winter auf den Kanarischen Inseln, mit Temperaturen nicht unter 20 Grad Celsius – kein Wunder, die afrikanische Küste ist nah. Gran Canaria, Teneriffa und Fuertaventura bieten sich hier besonders an.
Ausgesprochen mild ist es auf der Blumeninsel Madeira, rund 1.000 Kilometer von Portugals Hauptstadt Lissabon entfernt. Die liebliche Insel macht ausgedehnte Wanderungen bei Durchschnittstemperaturen von 16 Grad möglich.

Ausgesprochen mildes Winterklima zeichnet auch die Balearen im Mittelmeer aus. Mallorca, ein traumhaftes Wanderziel, ist dann durchschnittlich 14 Grad warm. Rhodos, die griechische Insel vor der türkischen Küste, wartet im Januar mit Temperaturen zwischen 12 und 20 Grad auf.

Sardinienurlauber können dagegen schon nicht mehr mit derart paradiesischen Witterungsbedingungen rechnen. Die milden feuchten Winter bringen auf der süditalienischen Insel eine mittlere Tagestemperatur von 8 Grad Celsius hervor – und in den Gebirgsregionen sinkt die Temperatur bis gegen Null.